vds-magazin: Heft 6 (Apr 2002)
Neue Aufnahmeprüfung für Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Seit Dezember 2001 ist eine neue Studienordnung für die Lehramtsstudiengänge an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg gültig, die es ermöglicht, bereits in der Aufnahmeprüfung die Anforderungen stärker an der künftigen Berufspraxis zu orientieren. Im Folgenden sollen hier nur die wichtigsten Änderungen gegenüber der bisher geltenden Aufnahmeprüfung dargestellt werden, in der Hoffnung, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen in den Schulen diese an ihre Schüler weitergeben.
In Zukunft bewerben sich die Interessenten für das Schulmusikstudium mit einer Art Bewerbungsschreiben. Hier kann darstellt werden, warum man glaubt, besonders für dieses Studium/diesen Beruf geeignet zu sein. ( z.B. Hinweis auf eine große instrumentale Breite, die in der Prüfung gar nicht gezeigt werden kann oder etwa auf Erfahrungen mit Gruppen in der kirchlichen Jugendarbeit etc...)
Neu ist auch die Prüfung in Musikalischer Gruppenleitung, die das bisherige Motivationsgespräch ersetzt. Für diesen Prüfungsteil muss man natürlich noch nicht dirigieren können, aber man soll zeigen, ob man ein selbst mitgebrachtes warming up angemessen vermitteln kann. Als warming up kann z.B. ein Kanon, eine body percussion, ein Lied, ein Tanz, ein kleiner instrumentaler Satz mit Stabspielen etc. gelten. Zur Einstudierung mit einer Gruppe von ca. acht Personen stehen ca. 15 Minuten zur Verfügung.
Zukünftig hat man die Möglichkeit, in der Instrumental-Prüfung ein zusätzliches drittes Instrument vorzuspielen, denn wir sind der Meinung, dass für künftige Schulmusiker eine instrumentale Breite sehr wichtig ist. Die Leistungen aus allen präsentierten Instrumenten (max. 3) ergeben neuerdings eine Note. Die Präsentation der Instrumente kann in einer Gruppendarstellung erfolgen ( z.B. Kammermusik-Ensemble oder Rockband, max. vier Personen einschließlich Bewerber). Auch der Rahmen der zugelassenen Instrumente ist erweitert worden, so können künftig auch Akkordeon, E-Bass und E-Gitarre als zweite oder dritte Instrumente gewählt werden. Da der Bereich Jazz/Rock/Pop mittlererweile im Studienplan einen sehr viel größeren Stellenwert hat, ist es nur konsequent, das Studium auch für die entsprechenden Instrumente zu öffnen. Neu ist ferner, dass für die Lehramtsstudiengänge an der Grund- und Mittelstufe sowie an Sonderschulen ein Tasteninstrument nicht mehr verpflichtend belegt werden muss. Ein gewähltes Instrument muss allerdings ein harmonietragendes Instrument sein, z.B. Gitarre oder Akkordeon ( Das kann für diese Schularten oft auch viel praktikabler sein! ) Es werden allerdings Grundkenntnisse im Klavierspiel vorausgesetzt, damit später die Teilnahme an den musiktheoretischen Fächern und am Schulpraktischen Klavierspiel möglich ist.
Die stärkere Gewichtung des Bereichs Jazz/Rock/Pop im Studium findet ihren Niederschlag auch in der Gesangsprüfung: Künftig werden drei statt zwei Gesangsstücke erwartet, eines davon soll nunmehr aus dem Bereich Jazz/Rock/Pop kommen. Um an der Aufnahmeprüfung teilnehmen zu können, muss ein phoniatrisches Gutachten vorliegen.
Obwohl unsere Schulmusikabteilung auch für die diesjährige Aufnahmeprüfung im Februar 2002 wieder erfreulich viele Anmeldungen hat, hoffen wir, mit den Änderungen der Aufnahmeprüfung für die Zukunft den Interessentenkreis zu erweitern und vor allem auch den mehr Rock/Pop/Jazz-orientierten Schülern die Chance zu eröffnen, den Musiklehrer-Beruf ergreifen zu können. Falls Sie interessierte Schülerinnen und Schüler haben, steht für nähere Informationen natürlich wie bisher unser Fachbereichs-Büro (Herr Maleck Tel. 040-42848 2591) zur Verfügung. Hier können die Interessenten auch einen Gesprächstermin mit dem Leiter der Schulmusikabteilung vereinbaren.
Christoph Schönherr
Klassenmusizieren auf neuen Wegen
Im Januar 2002 erprobten Studierende der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in verschiedenen Schulen und Schulstufen ein neues Konzept des Klassenmusizierens.
Die Schulmusikabteilung lädt alle Musikkolleginnen und Kollegen ein, an der Präsentation des Unterrichtsprojekts in der Hochschule teilzunehmen.
| Freitag 26. April 2002 , 17 Uhr Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Orchesterstudio Wasser ist mehr als H2O - Wasser in der Musik Präsentation eines Unterrichtsprojekts Studierende der Schulmusikabteilung musizieren mit Gesamtleitung: Prof. Dr. Christoph Schönherr |
Das Projekt fand für Schulmusik-Studierende im Rahmen der Seminare zur « Didaktik der Schulischen Musizierpraxis » statt. Das Thema Wasser ist mehr als H2O – Wasser in der Musik entwickelte sich vor dem Hintergrund der Frage nach einer angemessenen Ortsbestimmung der Künste im Fächerkanon der Schule.
Als Fundierung für das Klassenmusizieren wurde ein offener Ansatz gesucht, der von den Phänomenen ausgeht und damit selbstverständlich die anderen Fächer mit einbezieht (nicht nur die künstlerischen und geisteswissenschaftlichen, sondern auch die naturwissenschaftlichen Fächer).
Die These "Wasser ist mehr als H2O" verweist darauf, dass die Verstehensangebote, die die naturwissenschaftlichen Fächer machen können, einer Ergänzung durch die künstlerischen Fächer in der Schule bedürfen. In der Wahrnehmung durch und der Bedeutung für den Menschen ist Wasser wesentlich mehr als nur die chemische Formel.
Gerade für den so wichtigen Aspekt des Atmosphärischen (Gernot Böhme) bedürfen die naturwissenschaftlichen Disziplinen der Unterstützung durch die Künste.
Entgegen der landläufigen Meinung, die Naturwissenschaften seien für die rationalen Anteile der schulischen Bildung zuständig und die Künste für die emotionalen (oder gar irrationalen), wird dieses Projekt von folgender Überzeugung getragen: Die Künste folgen in ihren Verstehensversuchen und ihren Kommunikations- und Darstellungsformen einer eigenen Rationalität, wir nennen sie ästhetische Rationalität, die in ihrer Exaktheit und Sensibilität der Rationalität der Naturwissenschaften nicht nachsteht. Das notwendige Fehlen an intersubjektiver Gültigkeit ästhetischer Urteile wird leider allzu oft mit Irrationalität gleichgesetzt. Dieser Irrtum führt zu einer unberechtigten Geringschätzung ästhetischer Rationalität.
Beim Versuch, das Atmosphärische in Worte einzufangen, wird uns schnell unsere Hilflosigkeit deutlich. Dabei hat jeder einzelne oft eine sehr genaue innere Vorstellung, die aber oft so schwer ihre äußere Darstellung findet.
Die atmosphärische Wirkung, die Wasser auf den Menschen hat, der Einfluss, den die Nähe von Wasser (in welcher Erscheinungsform auch immer) auf unseren Gemütszustand ausübt, kann mit der chemischen Formel nicht angemessen gefasst werden. Die Künste hingegen nehmen sich gerade der Aspekte an, die die Formel unberücksichtigt lassen muss.
In unserem Projekt wird hierfür das eigene Musizieren ins Zentrum gestellt.
Für die Verständigung über die individuellen Erfahrungen mit dem Element Wasser - vor allem im Bereich des Atmosphärischen – bietet der Rahmen des gemeinsamen Musizierens besondere Chancen. Deshalb führten die Studierenden Praktika mit sog. Klassenorchestern vor Ort durch, in denen speziell für die einzelnen Lerngruppen arrangierte Stücke, die einen Bezug zum Thema Wasser haben, geprobt wurden.
In der Situation des Klassenmusizierens kann es zu einer Verständigung über eine angemessene musikalische Gestaltung kommen, die zumindest teilweise auf einer nonverbalen Ebene stattfindet. So können sich die Musizierenden z.B. eine Stelle gegenseitig in jeweils unterschiedlichen Interpretationen auf ihrem Instrument vorspielen.
Vor allem die offener interpretierbaren Parameter wie Tempo, Agogik, Dynamik, Phrasierung, Klangfarbe, Sound, Groove etc. bieten die Möglichkeit für eine Interpretation, in die ganz individuell gefärbte Wahrnehmungen eingehen können. Während des Musizierens stehen Fragen im Raum wie: Was macht das atmosphärisch Besondere etwa
- eines still ruhenden Sees,
- eines Springbrunnens,
- eines Sturms auf dem Meer oder
- des Regens, der gegen die Fensterscheiben prasselt aus?
Die Betonung des Atmosphärischen bei der gewählten Thematik ermöglicht ein Umschiffen der Klippen bloßer programmatischer Abbildungsästhetik (nach dem Motto: Haben wir die Stromschnellen der Moldau schon passiert?)
Dennoch und gerade deshalb kommt an dieser Stelle das Projekt an seinen kritischsten – und zugleich erhellendsten Punkt: Nehmen wir als Beispiel ein Musikstück, das den Titel "Auf dem See" trägt. Natürlich ist durch den Komponisten eine gewisse Richtung vorgegeben, doch die individuellen Erfahrungen der einzelnen Musizierenden sind so verschieden, dass es kein intersubjektiv gültiges Richtig oder Falsch bei der Interpretation geben kann. Aus diesem Grund aber ein gemeinsames Bemühen um eine angemessene Interpretation des Stücks aufzugeben, hieße, das Kind mit dem Bade ausschütten. Denn
- darf davon ausgegangen werden, dass die Erfahrungen der Musizierenden mit der im Stück thematisierten Situation sich zumindest teilweise decken, d.h., dass es einen gemeinsamen Erfahrungsschatz gibt, auf den man zurückgreifen kann und
- ist es gerade die Verständigung über die unterschiedlichen (situativen) Wahrnehmungen, die zur Vergewisserung des eigenen Standpunkts beitragen.
Gelingt es, den elementaren und existentiellen Charakter herauszustellen, dann bietet gerade die Wasserthematik zahlreiche Vermittlungsanlässe, die bei den Schülern den Wunsch nach intensiver(er) musikalischer Gestaltung wecken können. Er wird dann wesentlich von dem Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit dem Phänomen getragen.
Die Arbeit der Studierenden in den verschiedenen Schulen hat gezeigt, dass der institutionelle Rahmen des Klassenmusizierens u.a. gerade deshalb besonders gut geeignet, weil er weitgehend frei vom Präsentationsdruck anderer Musiziersituationen ist und deshalb Raum und Zeit zum Austausch ästhetischer Erfahrungen bietet.
Christoph Schönherr
Dienstag 7. Mai 2002, 16 Uhr Mendelssohnsaal
Gastvortrag mit anschl. Diskussion
(im Rahmen des Projekts "Wasser ist mehr als H2O - Wasser in der Musik")
Die Bedeutung des Atmosphärischen in der Kunst
Referent:
Prof. Dr. Gernot Böhme
(Institut für Philosophie TU Darmstadt)
SCALA – concert-scene für stimmen, band, orchester und soli

140 Schülerinnen und Schüler gestalten Musiktheater mit dem Avantgardisten Hans-Joachim Hespos
"Scala" bedeutet ital. "Treppe", Musiker denken bei dem Wort vielleicht an Tonleitern oder etwa an die große "Mailänder Scala" in Italien. 140 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Grootmoor in Hamburg fällt bei dem Wort etwas ganz anderes ein: "SCALA - concert-scene für stimmen, band, orchester und soli", das Stück Musiktheater, das sie am 20.Juni 2001 nach über halbjähriger, intensiver Vorbereitung gemeinsam mit dem international renommierten Komponisten der Neuen Musik Hans-Joachim Hespos in der Kleinen Musikhalle Hamburg uraufgeführt haben.
"SCALA." entstand im Rahmen des Projekts "Eine Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts", einer Initiative des Landesmusikrates Hamburg, die sich zum Ziel gesetzt hatte, über den persönlichen Kontakt mit lebenden Komponisten Schülern zeitgenössische Musik und ihre ungewohnten klanglichen Reize näher zu bringen. Als ich, Musiklehrerin am Gymnasium Grootmoor, mich mit den 14 Schülerinnen und Schülern des damaligen Leistungskurses Musik im Frühjahr 2000 um die Teilnahme an dem Projekt bewarb, hätte sich keiner von uns vorstellen können, welch umfangreiches musikalisches Schulprojekt daraus werden würde.
Zu der ersten Begegnung mit Hans Joachim Hespos in seinem Haus in Ganderkesee im September 2000 war ich mit der Idee gefahren, gemeinsam mit ihm und "meinem" Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 für unser traditionelles Sommerkonzert in der Kleinen Musikhalle Hamburg einen kleinen ungewöhnlichen Beitrag zu gestalten, um so - ähnlich wie in den Jahren zuvor - das typische Schulkonzertpublikum wieder einmal mit "moderneren" Klängen in Kontakt zu bringen. Weit gefehlt. Wer H.-J. Hespos kennt, weiß, dass er sich auf keine halben Sachen einlässt. Nach einem intensiven Arbeitstag – ich hatte mich auf etwa eine Stunde nettes Plaudern eingestellt – machte H.-J. Hespos, der offenbar genau wie ich Feuer gefangen hatte, das Angebot, in 10-14 Wochenendtreffen mit den Leistungskurs-Schülen ein ca. halbstündiges "integrales musiktheaterprojekt" zum Thema "Treppe" zu erarbeiten, einzustudieren und bei unserem Sommerkonzert im Jahr 2001 uraufzuführen. Dieses zweifellos sagenhafte, für den traditionellen schulischen Rahmen mit seinem auf Montag bis Freitag verengten ¾-Stunden-Rhythmus aber völlig unrealistische Angebot, hielt ich innerlich für nicht umsetzbar. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich Schüler kurz vor dem Abitur zu einer solch zeit- und kraftaufwendigen Arbeit bereit erklären würden. Ich erwartete energische Proteste von Schulleitung und Kollegen. Mir war nicht klar, wie man gewährleisten könnte, dass die Schüler trotz der Projektmitarbeit im Rahmen der bestehenden Abiturbedingungen ihre Prüfungen ablegen sollten. Um es kurz zu machen: Das scheinbar Unmögliche ließ sich realisieren, weil der Funke wohl nicht nur bei mir, sondern nach meinen Berichten von meiner ersten Begegnung mit H.-J. Hespos im Unterricht insbesondere auch bei den Schülern übergesprungen war.
Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Komponisten Hespos, seinen Ideen, seinem Werk, seiner Stellung im Reigen anderer zeitgenössischer Komponisten im Unterricht begannen im November 2000 die Wochenendtreffen, Arbeitsphasen, die für Hespos und mich nahezu 48 Stunden non-stop-Arbeit pro Wochenende bedeuteten. Denn waren die Begegnungen mit den Schülern beendet, widmeten wir uns stundenlangen Diskussionen, in denen wir die Treffen mit den Schülern sowohl nach- als auch vorbereiteten. Die Zusammenarbeit zwischen Hespos und mir und eben auch zwischen den Schülern und uns war derartig faszinierend und fruchtbar, dass die sich überstürzenden Ideen einfach danach verlangten, gesichtet, aussortiert und kanalisiert zu werden – und zwar unmittelbar. Das Gefühl von Erschöpfung und Müdigkeit schien es an den Wochenenden mit Hespos nicht zu geben. Hespos, der mir als ausgesprochen schwierig, spröde und ruppig angekündigt worden war, erlebten die Schüler und ich als das absolute Gegenteil. Kompromisslos und zielstrebig zwar in der Sache, als Mensch aber ausgesprochen einfühlsam, heiter, großzügig, sehr zuverlässig und enorm engagiert.
Ein Grundsatz, den Hespos auch in der Zusammenarbeit mit den Schülern realisiserte, hieß, mit den jeweiligen Künstlern nicht nur zusammen zu arbeiten, sondern vor allem auch mit ihnen zusammen zu leben. Für unser Projekt bedeutete das, sämtliche Mahlzeiten und die Freizeit gemeinsam zu verbringen. Dabei unterstützten uns die Eltern in beträchtlichem Maße, denn sie richteten in stetigem Wechsel großzügige Mahlzeiten in ihren Wohnungen und Häusern für uns 16 Personen aus. Keine ganz kleine Aufgabe. Damit wir uns nach und nach besser kennen lernen konnten - eine unabdingbare Voraussetzung, um miteinander Musik zu machen – gehörten geselliges Beisammensein, Konzertbesuche, Debatten über den Stand und Verlauf des Projekts, über Wünsche, Erfolge und Enttäuschungen der Beteiligten bei der gemeinsamen Arbeit, über ihre jeweils persönliche Situation, über ihre privaten Vorlieben und Abneigungen selbstverständlich zu unseren Begegnungen. Darüber hinaus standen die Schüler, Hespos und ich in ständigem FAX-Email-Telefon-Kontakt. Hespos und ich hatten in dieser Gemeinschaft nicht mehr die Rolle von überlegenem Komponisten bzw. Lehrer, wir waren wie die Schüler gleichberechtigte Mitglieder eines Teams, allerdings mit dem Unterschied, dass wir beiden letztlich die endgültige Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit zu tragen hatten. Darin bestand unsere Herausforderung: den Freiraum und die Selbstverantwortung der Schüler so groß wie möglich zu lassen und dabei durch ein Minimum an Eingriffen trotzdem unserer künstlerischen und pädagogischen Verantwortung und unserer Vision treu zu bleiben.
Gleich bei unserem zweiten Wochenendtreffen äußerten die Leistungskurs-Schüler den ausdrücklichen Wunsch, alle Mitwirkenden des Sommerkonzertes an dem Projekt Teil haben zu lassen und nicht "einfach nur" eine eigene Komposition mit Hespos zu erarbeiten und präsentieren. Alle Mitglieder des Orchesters, der Grootmoor Band, der Grootmoor Band in the Band, eine fünfte und eine achte Klasse sollten nach Meinung der 13-Klässler etwas "davon" haben. Dieser Wunsch der Leistungskurs-Schüler, die vielen anderen Mitschüler an dem Projekt teilhaben zu lassen, erklärt sich sicher dadurch, dass sie selbst seit Jahren engagierte Mitglieder der verschiedenen Instrumentalgruppen waren und viel positive Erfahrung bei der Durchführung von Konzertprojekten mit den Jüngeren gesammelt hatten. Die vielen Kinder und Jugendlichen schließlich von dem Vorhaben zu überzeugen, gelang den Leistungskurs-Schülern deshalb genauso schnell, wie sie selbst von dem Vorhaben überzeugt waren. Zu einem großen Gedankenaustausch kam es im Frühjahr an einem Samstag, als sich ca. 140 junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren im viel zu engen großen Musiksaal der Schule mit Hespos und mir zusammenfanden. Die Lust, sich mutig und engagiert, auf neues musikalisches Terrain zu begeben, und das gemeinsame Ziel "SCALA soll gelingen" schweißte alle wie eine Art Riesenfamilie zusammen und ließ uns während der späteren anstrengenden Proben auch Auseinandersetzungen und kontroverse Diskussionen unbeschadet überstehen.
Die musikalische Arbeit an den Wochenenden selbst ist schwer zu beschreiben. Es entwickelte sich zwar ein recht fester organisatorischer Rahmen, der künstlerische Prozess aber war völlig frei. Bis zur endgültigen Aufführung blieb alles in ständiger Bewegung. Dieses Verfahren, das Entwicklungen, Veränderungen, Verbesserungen bis zum Schluss zulässt, war für alle beteiligten Schüler Reiz und Irritation zugleich. Einerseits wussten sie, dass es sich lohnte, dauernd präsent zu sein und immer wieder neue Ideen zu entwickeln, andererseits wurde ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung nicht genügend befriedigt; sie konnten eben auch nicht davon ausgehen, dass eine ihrer Ideen, die zunächst begeistert aufgegriffen worden war, nicht aufgrund neuer Konstellationen wieder verworfen oder verändert werden würde. Dass die Schüler motiviert waren, sich diesen Herausforderungen immer wieder zu stellen, hing sicherlich mit der schönen Arbeitsatmosphäre zusammen, aber auch damit, dass entsprechend H.-J. Hespos' Grundüberzeugung ein "Nein" nur "neue Möglichkeiten" beinhalte, nach denen es sich ständig zu suchen lohnte.
SCALA, italienisch "Treppe", war der Leitgedanke, der sich kontinuierlich wie ein roter Faden durch das Programm ziehen sollte. Damit war zunächst einmal die Treppe der Kleinen Musikhalle gemeint, die vom Foyer zum Konzertsaal hinaufführt und die Akteure dazu anregte, dort ihr musikalisches Spiel zu treiben. Treppe als Möglichkeit, Höhenunterschiede zu überwinden, aber Treppe auch assoziativ gemeint, etwa im Sinne von "Lebensstufen" oder im Sinne einer "pseudomobilen Rolltreppengesellschaft". Orientierung zum Thema und zur musikalischen Gestaltung aus Kunst, Literatur, Musik und dem Oeuvre Hespos zu suchen, gehörten genauso selbstverständlich zu unserem Vorgehen wie wildes, ausgelassenes Herumfantasieren. Um ein Programm zu entwickeln, das für den Zuschauer vom Betreten bis zum Verlassen des Konzertgebäudes einschließlich der Pause zu einem Erlebnis werden sollte, reichten aber nur Ideen und Anregungen nicht aus. In sorgfältigen Planungen und natürlich in intensiven Proben mussten die instrumentalen, schauspielerischen, sprachlichen und technischen Kompetenzen aller 140 Schüler genauso berücksichtigt werden wie etwa räumliche oder finanzielle Bedingungen. "Es gibt nur Möglichkeiten", erinnerte Hespos immer wieder vergnügt, wenn es Engpässe gab; damit zu "spielen" war unsere Aufgabe.
Um sogenannte Neue Musik sollte es gehen. In "SCALA" wurden dem Hörer in den Teilen, die die Leistungskurs-Schüler mit H.-J. Hespos für die Pause und den Ausgang des Publikums gestaltet hatten (TREPPENVÖGEL; TRATSCH; ÜBERRASCH; CODA), immer wieder neue Klangwelten eröffnet. Unverbrauchte Klänge wie künstliche und natürliche Flageoletttöne und Multiphone gehörten genauso wie Klopf- oder Klappengeräusche am Instrument zum Repertoire, ebenso wie der Einsatz neuartiger, seltener oder in Vergessenheit geratener Instrumente (z.B. Bassklarinette, verschiedenste Pfeifen und Tröten, von Hespos den Schülern zur Verfügung gestellte eigene Unikate: eine Hoch-as-Klarinette und ein Pikkolokornett).
Dass unsere Welt heute aus unendlich viel Geräusch, Klang und Musik besteht, darauf machten die Musiker aufmerksam, wenn sie unvermittelt "Klangfenster" öffneten und schlossen, indem sie z.B. in "KULISSEN" aus einem Gang neben dem Konzertsaal eine selbst zusammengeschnittene Klang-CD einspielten und dazu unterschiedlichste Livegeräusche aus verschiedenen Raumpositionen kombinierten. Da spielte sich dann das intendierte Musiktheater in den Köpfen der Menschen ab und provozierte wie selbstverständlich das Gespräch mit dem Nachbarn, das im traditionellen Konzert eher undenkbar ist. Dazu regte z.B. auch "HANDYSASTER" an, das mit immer lauter und schneller aufeinander folgenden Sprachfetzen und einem nicht enden wollenden massenhaften Handygeklingel die unsägliche Handy-Manie unserer Gesellschaft auf die Schippe nimmt.
Als Kontrapunkt zur Lärmigkeit unserer Welt setzten Hespos und die Schüler Phasen der Stille. So erlöste etwa nach ihrem pantomimisch-stummen Spiel des CONCERTO GROSSO die Grootmoor Band in the Band das Publikum von minutenlangem Saalschweigen durch eine lärmende Puzzlefolge aus verschiedenen Pop- und Jazzstücken (POP). In "KULISSEN" zerriss der markerschütternde Schrei einer Schülerin aus den Reihen des Publikums die Stille und verwandelte die stille Ungeduld der Hörer in voyeuristische Neugier.
Neu waren aber nicht nur Klänge. In neuer Gestalt wurde Traditionelles präsentiert, denn die Aufmerksamkeit sollte einmal mehr auf sonst eher unbeachtete Erscheinungen unserer (klanglich-musikalischen) Gegenwart gelenkt werden. So flüsterte die fünfte Klasse in "HOPPLAKANON" ihr Lied aus versteckter Position in den Rücken der Zuschauer oder die Grootmoor Band "verschattete" in "BAND" ihr Popstück, indem sie abwechselnd 2 Takte laut, 2 Takte leise und 2 Takte stumm spielte und dabei den Raum verließ, um das Stück vollständig lieber von draußen nach drinnen statt von der Bühne zum Publikum zu spielen. Am konventionellsten gaben sich da noch die Streicher und Bläser des Orchesters in "ECO DI VIVALDI", die Sätze aus verschiedenen Violinkonzerten als unerwartetes Stückwerk in ungewohnter Reihenfolge, aber in barocker Sitte präsentierten.
Das Wort "concert-scene" im Untertitel zu SCALA macht deutlich, dass es um mehr ging, als Klänge und Musik in konzertanter Form hinter einander zu reihen. Hespos machte vom ersten Moment an klar, dass in seiner kompositorischen Arbeit Musik und Szene untrennbar miteinander verwoben sind und daher ihre Verbindung auch in SCALA von zentraler Bedeutung sein würde. Bewegung, Körperhaltung, Mimik mussten genauso detailliert durchdacht, geplant und geprobt werden wie die musikalischen Elemente. Mit äußerster Sorgfalt widmeten wir uns auch Requisiten, Kostümen, Kulissen, Lichtgestaltung usw..
Musik- und Theaterelemente fügten sich schließlich untrennbar zu einem Ganzen, bei dem das Publikum in einem großen, von A bis Z durchchoreographierten Bogen teils behutsam, teils völlig unvermittelt von einem Extrem ins andere geführt wurde. Der gesamte Raum der Kleinen Musikhalle vom Foyer über die Treppe, den Zuschauerraum bis zu den Nebenräumen und Künstlerzimmern waren neben der Bühne Schauplatz musikalisch-szenischer Präsentationen; so machte die Cellistin z.B. in CERIMONIA das Podest der Foyertreppe zur Bühne oder die Achtklässler erweiterten in ihrer Tanzchoreographie "KANON FÜR CHOR" die Bühne in den Zuschauerraum.
Dass neben den musikalischen Anforderungen eine Fülle organisatorischer Aufgaben zu meistern waren, versteht sich von selbst. Die Logistik dieser Veranstaltung ging weit über das hinaus, was im Rahmen eines "normalen" Schulkonzertes üblich und wohl auch möglich ist. Da aber der Ehrgeiz aller Beteiligten darin bestand, zu zeigen, dass es auch Schülern mit ihren letztlich knappen Mitteln gelingt, eine außergewöhnliche Musikveranstaltung professionell vorzubereiten und durchzuführen und dass sie echte Öffentlichkeit nicht zu scheuen brauchen, durften Fragen von der Plakatgestaltung über Pausenklingeln bis zum Abtransport des Materials von der Lklern nicht vernachlässigt werden. Sie wussten aus den Erfahrungen vorheriger Konzerte, dass solche Details das Gelingen unserer "SCALA" maßgeblich beeinflussen würden. Zu bewältigen war die Fülle der Aufgaben nur dadurch, dass Hespos und ich auf ausdrücklichen Wunsch der LK-Schüler die verschiedenen Aufgabengebiete in einem ungewöhnlichen Umfang an sie abgaben. Die Identifikation mit dem Projekt, aber auch die Reife der jungen Erwachsenen war im Laufe der Zusammenarbeit so ungewohnt groß geworden, dass wir es wagten, ihrem Drängen in tiefem Vertrauen auf ihre Fähigkeiten, ihre Zuverlässigkeit und ihr Verantwortungsgefühl nachzugeben. Während sich die Schüler akribisch und doch fantasievoll um die vielen Einzelheiten ihrer Bereiche kümmerten, mussten Hespos und ich "nur" noch den Überblick über das ganze Vorhaben behalten, für Details brauchten wir immer wieder die Hilfe der jeweiligen Koordinatoren. Einer chaotischen Generalprobe, nach der Hespos und ich unsere Vertrauensseligkeit in die Schüler doch vehement in Frage stellten, folgte am Abend eine wundervolle, in jedem Detail gelungene und funktionierende Uraufführung. Das Publikum, das wie erhofft auch aus vielen schulfremden Gästen bestand, belohnte den Einsatz der Schüler mit nicht enden wollendem Applaus.
Resümierend möchte ich schließen, dass sich der enorme Arbeits- und Zeitaufwand für alle Beteiligten zweifellos gelohnt hat; das beweisen die vielen Reaktionen von Mitwirkenden und Zuhörern, die uns nach wie vor erreichen. Allerdings möchte ich feststellen, dass - auch wenn Hespos, viele jüngere Schüler und ich uns vorstellen können, uns trotz der vielen Belastungen wieder einmal in ein solches Abenteuer zu stürzen - vor allem viele glückliche Umstände und ein wunderbares menschliches Gefüge SCALA möglich gemacht haben, dass sich aber leider ein so umfangreiches Projekt im Rahmen unseres starren Schulsystems eher ausschließt als realisieren lässt. Dennoch möchte ich jeden ermutigen, die Zusammenarbeit zwischen Schülern; Lehrer und Komponist in großer oder kleiner Form und mit allen damit verbundenen Risiken und Anstrengungen zu suchen. Es hat sich gelohnt!
Cornelia Lüttgau (Gymnasium Grootmoor)
p r o g r a m m
CERIMONIA
CONCERTO GROSSO (MUTO)
POP
PIANO FÜR CHOR
KULISSEN
HOPPLAKANON
HANDYSASTER
PAUSE
STEPs
TREPPENVÖGEL
h e s p o s: überRASCH
TRATSCH
BAND
ECO DI VIVALDI
applaus
ausgang
CODA
Ästhetische Bildung – Mit Körper und Stimme
Sunderhof 2001 - Fortbildungstagung Musikpädagogik
Die Fortbildungstagung Musikpädagogik fand am 22./23. November im Sunderhof statt. Von Donnerstag Nachmittag bis weit in den Freitag Abend tauschten etwa 70 Hamburger Musiklehrer und Musiklehrerinnen viele Erfahrungen aus. Es wurden dabei auch Probleme in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, wie z.B. der Jugendmusikschule angesprochen. In den Workshops wurde Neues erprobt, Bewährtes weitergegeben, aber vor allem wurden neue Kontakte geschlossen sowie alte Kontakte erneuert.
Das Tagungsthema war auf der vorhergehenden Tagung "Computer und Musikunterricht" festgelegt worden. Organisiert und geleitet wurde die Tagung von Dr. Christopher Wallbaum, der für die verschiedenen mit dem Thema zusammenhängenden Bereiche kompetent Referenten gefunden hatte. Die Bandbreite der Workshops reichte von Rap über Gospel bis hin zur afrikanischen Musik. Auch der Bereich Vokalimprovisation wurde nicht ausgelassen. Mit Anne-Dorothea Pahl konnte eine Gesangspädagogin gewonnen werden, die die Verbindung von Körper und Stimme aus Sicht der Alexander – Technik erfahrbar machte. Anregungen zur Arbeit in der Oberstufe gab es aus dem bestehenden Arbeitskreis "Musik in der Oberstufe", die 4 Modelle zur fachlichen und sozialen Vernetzung vorstellten.
Insgesamt waren die Workshops im wesentlichen auf die direkte Umsetzbarkeit mit Schülerinnen und Schülern konzeptioniert, was wohl auch einem Bedürfnis der Mehrheit der Teilnehmenden entsprach. Die Reflektion der gemachten Erfahrungen und ein Austausch über die Bedeutung dessen für die Schule blieb dabei etwas auf der Strecke.
Zu Beginn der Tagung wurden Auszüge des neuen Rahmenplans Musik vorgestellt und in Ansätzen diskutiert. Die Diskussion dieses Planes wird uns noch einige Zeit begleiten. Auf der Tagung bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich bereits zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Plan getroffen hat.
In der Abschlussrunde wurde kritisch angemerkt, dass die Beiträge der ReferentInnen nicht als Tagungsdokument vorhanden waren. Es äußerte sich ein erstaunlich großes Bedürfnis nach Material und Anregungen.
Die nächste Tagung wird voraussichtlich am 21./22.11.02 wiederum im Sunderhof stattfinden. Als Tagungsthema ist geplant: Ein Thema – verschiedene Zugänge. In neuen Arbeitsformen können die TeilnehmerInnen dabei zu 4 – 5 Themen Zugänge erproben, entwickeln und reflektieren. Als Themen sind im Moment Liebe/Erotik, Stille, Zeiterfahrung u.a. vorgesehen. Man darf also gespannt sein.
Udo Petersen
Oper und Konzerte für Kinder – Musikvermittlung für das Publikum von Morgen
Workshop für Schulmusiker und Schulmusikerinnen
und Vertreter der Hamburger Kulturszene
Im September vergangenen Jahres hatten der Landesmusikrat und der VDS gemeinsam zu einem Gespräch eingeladen, bei dem es um einen Erfahrungsaustausch zwischen Schulmusikerinnen und Schulmusikern mit Vertretern der professionellen Musik und öffentlichen Musikanbietern ging. Es sollten Ideen und Wünschen formuliert werden, wie die Vermittlung professioneller Musikangebote an Schülerinnen und Schüler im Musikunterricht besser gelingen kann.
Dass hier Gesprächsbedarf besteht, wissen Kolleginnen und Kollegen in den Schulen, die täglich mit einer Vielzahl von Veranstaltungsankündigungen in Form von Plakaten, Informationen, Einladungen zu Konzerten und Aufführungen der unterschiedlichsten Art, zu Kursen, Workshops, Wettbewerben u.a. überhäuft werden, von denen das meiste für Schülerinnen und Schüler ungeeignet oder uninteressant ist, von denen andererseits die wenigen unterrichtlich interessanten Möglichkeiten häufig nicht genutzt werden können, weil die äußeren Bedingungen schulischen Arbeitens dies nicht zulassen.
Die Erfahrung zeigt: Die Interessen von öffentlichen Musikanbietern und schulischen Musikabnehmern sind zu wenig aufeinander abgestimmt.
Dabei sitzen beide in einem Boot, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche an Musik heranzuführen, die sie von sich aus nicht hören. Damit Musik auch weiterhin ein Publikum findet, muss Schule sich zum öffentlichen Kulturleben öffnen, professionelle Musik auf Schule zugehen. Beide Seiten müssen dabei neue Formen der Vermittlung suchen, um junge Menschen zu erreichen.
In der ersten Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Staatsoper, der Orchester, des Rundfunks und Musiklehrerinnen und Musiklehrern kristallisierten sich in diesem Zusammenhang drei Fragestellungen heraus:
- Wie kann das vorhandene professionelle Musikangebot im Hinblick auf schulische
Musikabnehmer optimiert werden? - Welche alternativen und neuen Inhalts- und Vermittlungsangebote können gemacht
und genutzt werden? - Welche Maßnahmen könnten solche Formen des Angebots und der Vermittlung
von Musik für Schulen durch öffentliche Anbieter ermöglichen und fördern?
Nach diesem ersten Gedankenaustausch bildete sich ein Arbeitskreis aus Kolleginnen und Kollegen, um diese Fragestellungen und präzisieren und zu konkretisieren und Möglichkeiten eines verbesserten Informationsaustauschs zwischen Schule und Musikanbietern zu erörtern.
Parallel dazu plant der Landesmusikrat einen Workshop mit dem Thema "Oper und Konzerte für Kinder – Musikvermittlung für das Publikum von morgen", bei dem Modelle und Erfahrungen aus anderen Städten vorgestellt und ausgetauscht werden sollen. Experten u.a. aus Stuttgart, Köln und Halle werden über die dort erfolgreich praktizierten Formen von Konzert- und Musiktheaterpädagogik berichten, die Vorbild für ähnliche in Hamburg anzuregende Einrichtungen sein könnten, die neben der bereits exisistierenden Theater- und Museumspädagogik dringend notwendig erscheinen
Wir laden zu diesem Workshop schon an dieser Stelle herzlich ein.
Oper und Konzerte für Kinder –
Musikvermittlung für das Publikum von morgen
Neue Daten:
Workshop I (Oper für Kinder) am Samstag, 8. 6., 11.00 bis 17.00 Uhr
Workshop II (Konzerte für Kinder) am Mittwoch, 12. 6., 14.30 bis 17.30
Staatliche Jugendmusikschule Hamburg
Mittelweg 42
20148 Hamburg
Anmeldung:
Tel. 040/645 20 69
Fax 040/645 26 58
Mail info@landesmusikrat-hamburg.de
MusikMusik!
Zum zweiten Mal veranstaltet der Landesmusikrat eine Musikmesse, bei der alle Musikanbieter in Hamburg sich präsentieren und Einblicke in ihre Arbeit geben können:
| 14. September 2001 in der Hochschule für Musik "MusikMusik!" zuhören, mitmachen, ausprobieren, informieren |
Der VDS wird sich auch diesmal mit einem Beitrag zum Thema Klassenmusizieren an dieser Veranstaltung beteiligen, dabei sollen zwei Schulklassen Beispiele für einen zeitgemäßen, praxisorientierten Musikunterricht zeigen.
vds-Hamburg im Internet
Beim ersten Mal ist es etwas kompliziert. Aber sobald Sie die Internet-Adresse des vds-Landesverbandes Hamburg als "Lesezeichen" (Netscape Navigator) oder "Favorit" (Internet Explorer) gespeichert haben, bietet sie Ihnen raschen Zugang zu aktuellen Informationen aus der Hamburger Schulmusikszene.
Zwei Wege führen zu den Internet-Seiten des vds-Landesverbandes Hambu
- Geben Sie an der entsprechenden Stelle Ihres Browsers folgende Adresse ein:
kunst.erzwiss.uni-hamburg.de/Inst10/Musik/vds-Hamburg/vds_home.html
(Zugegeben - dieses Vorgehen bietet viele Möglichkeiten, sich zu vertippen. Aber es führt ohne Umweg zum Ziel.) - Geben Sie an der entsprechenden Stelle Ihres Browsers folgende Adresse ein:
www.vds-musik.de
Wenn dann die Seite des vds-Bundesverbands erschienen ist, klicken Sie sich über Landesverbände und Hamburg zur Hamburger Seite durch.
(Dieses Vorgehen ist etwas umständlicher, aber robuster.)
Wie auch immer Sie auf die "Überblick"-Seite kommen - von hier aus haben Sie die Wahl zwischen vier Angeboten:
- Unter Aktuelles finden Sie Termine und Nachrichten, die für Hamburger SchulmusikerInnen interessant sind (z. B. den Termin der Bundesschulmusikwoche), außerdem die Aufsätze aus dem Hamburg-Teil des aktuellen vds-magazins (z. B. den Bericht über die neuen Lehrpläne).
- Unter Archiv haben Sie Zugriff auf frühere Nachrichten und Aufsätze.
- Unter Wir über uns können Sie sich über den vds-Landesverband Hamburg informieren (z. B. über das Vorstandsteam) und eine Beitrittserklärung ausfüllen.
- Unter Links werden Sie an Internet-Adressen weitermittelt, die für Hamburger SchulmusikerInnen von Bedeutung sein können (z. B. zum Fortbildungsangebot des AfS).
Durch Anklicken von Hans Jünger - unter dem Hamburg-Wappen links unten - können Sie Ihr E-Mail-Programm starten und eine Nachricht an den Vorstand des vds-Hamburg formulieren. Auf diesem Wege können Sie Kritik oder Verbesserungsvorschläge für den Internet-Auftritt des Landesverbandes äußern. Noch wichtiger aber ist diese Kontaktmöglichkeit aus einem anderen Grund: Die Aktualität und Reichhaltigkeit der vds-Hamburg-Seiten wird davon abhängig sein, in welchem Maße sie genutzt werden, um auf Ereignisse und Entwicklungen an Hamburger Schulen aufmerksam zu machen. Darum das Angebot und die Bitte an alle Hamburger SchulmusikerInnen (nicht nur die vds-Mitglieder): Wenn Sie zu einem Schülerkonzert einladen oder auf neues Unterrichtsmaterial aufmerksam machen wollen, dann teilen Sie diese Informationen - möglichst per E-mail - dem Vorstand mit. Vielleicht gelingt es uns, das Internet zum einem Mittel des Informationsaustauschs innerhalb der Hamburger Schulmusik zu machen.
Hans Jünger


